Alpha Translations Canada Inc.
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Die kanadische Geschäftskultur 


Vorerst eine kleine geografische Zusammenfassung! 

Kanada erstreckt sich über den größten Teil des nördlichen Nordamerikas, und zwar vom Atlantischen Ozean im Osten bis zum Pazifischen Ozean im Westen und im Norden bis an das Nordpolarmeer. Gesamtflächenmäßig ist Kanada das zweitgrößte Land der Erde und grenzt im Süden und Nordwesten an die USA. Die Hauptstadt von Kanada ist Ottawa.  


Bevölkerung

Im Jahr 2008 lebten geschätzte 33.212.696 Menschen in Kanada (eine Volkszählung im Jahr 2006 ergab 31.612.897 Menschen, was einen Zuwachs von 5,4% seit 2001 bedeutet). Das Bevölkerungswachstum geht in erster Linie auf Einwanderung zurück und nur zu einem kleineren Teil auf natürliches Wachstum. Ungefähr drei Viertel der kanadischen Bevölkerung leben innerhalb eines 150 Kilometer breiten Gürtels entlang der Grenze zu den USA.


Sprache  

Kanadas zwei Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Diese offizielle Zweisprachigkeit in Kanada ist gesetzlich festgelegt. Englisch und Französisch sind an den Bundesgerichten, im kanadischen Parlament und in allen Institutionen des Bundes gleichberechtigt. Sobald ausreichender Bedarf besteht, haben die Bürger das Recht, Dienstleistungen des Bundes in englischer oder französischer Sprache wahrzunehmen und in allen Provinzen und Territorien wird sprachlichen Minderheiten der Unterricht in eigenen Schulen garantiert.  


Wirtschaft

Kanada ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt, mit einem hohen Pro-Kopf-Einkommen und ist Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der Gruppe der Acht (G8). Kanada gilt als freie Marktwirtschaft mit ein wenig mehr Staatsintervention als die Vereinigten Staaten aber erheblich weniger, als die meisten europäischen Nationen. Traditionell hat Kanada ein geringeres Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf als sein Nachbar im Süden, aber ein höheres als die großen westeuropäischen Wirtschaftsnationen. Seit den frühen 1990er Jahren verzeichnet die kanadische Wirtschaft ein schnelles Wachstum mit niedrigen Arbeitslosenquoten und hohen Staatsüberschüssen auf Bundesebene. Heute ist Kanada im Hinblick auf das marktorientiere Wirtschaftssystem, die Produktionsstruktur und den hohen Lebensstandard den USA sehr ähnlich. Kanada ist eines der wenigen Industrieländer, die Netto-Exporteure von Energie sind. Kanadas Ostküste verfügt über riesige vorgelagerte Öl- und Erdgasvorkommen und Alberta ist bekannt für seine großen Öl- und Gasquellen. Dank der riesigen Athabasca-Ölsande besitzt Kanada nach Saudi-Arabien die zweitgrößten Erdölreserven der Welt.


Geschäftstermine in Kanada

Zunächst einmal ein Wort über die Kanadier:  

Die Worte liebenswürdig, höflich, ruhig, zurückhaltend und passiv-aggressiv wurden alle schon oft benutzt um Kanadier zu beschreiben. Unsere amerikanischen Cousins betrachten Kanadier gerne als "Schaf", während Kanadier die Amerikaner für aufdringlich, aggressiv und prahlerisch halten. Kanadier sind wie das Schulkind, das zwar nie die besten Noten bekommen hat, aber trotzdem so ein selbstzufriedenes Gefühl der eigenen Wichtigkeit wegen seiner Intelligenz und moralischen Überlegenheit hegt.

 

Was hat das alles mit Pünktlichkeit zu tun?  

Da alle Kanadier größtenteils die obenerwähnten Eigenschaften gemein haben, sind sie ein pünktliches Volk. Außerdem sind sie auf der ganzen Welt für ihre Höflichkeit bekannt. Da Konflikt in Kanada ein schmutziges Wort ist, würde ein Kanadier Ihnen wahrscheinlich nie offen ins Gesicht sagen, dass Sie zu spät sind, aber er wird es ohne Zweifel auch niemals vergessen. Sie bekommen allerdings Komplimente, wenn Sie pünktlich sind. Geschäftszeiten im privaten Sektor können von 7:00 morgens bis 19:00 abends reichen. Gleitzeit wird immer beliebter, da die Verspätungen durch Staus rund um die großen Stadtzentren herum ein immer größeres Problem für die Unternehmen werden. Im öffentlichen Sektor halten sich die Regierungsangestellten im Gegensatz zum privaten Sektor felsenfest an ihre Mittagspause, was bedeutet, dass wenn Sie eine bestimmte Person zwischen 12:00 und 14:00 erreichen wollen, Sie das schlichtweg vergessen können.  


Business Kleidung  

Kanadier tragen im Winter gewöhnlich dunkle Geschäftsanzüge und etwas hellere im Frühjahr und Sommer. Zum Beispiel kleiden sich Kanadier in den wärmeren Monaten dann eher in Beige, Mittelgrau und Blau anstatt in Dunkelgrau, Marineblau oder Schwarz.  

Kleiderordnungen hängen von den Umständen ab. Wie in anderen westlichen Ländern, wird die Kleiderordnung zunehmend lockerer gesehen. Nichtsdestotrotz ist für ein Meeting mit Geschäftsleuten der Geschäftsanzug immer noch unerlässlich. Verlassen Sie Ihr Haus nie ohne!


Konversation mit Kanadiern

Den Kanadiern wird oft nachgesagt, dass obwohl sie höflich sind, sie dennoch nicht so ein freundliches Volk sind, wie ihre amerikanischen Cousins. Kanadier sind stolz auf ihre Toleranz und ihre Unvoreingenommenheit, was bedeutet, dass Kanadier häufig lieber keine Meinung zu bestimmten Themen äußern, und zwar aus Angst, dies könnte irgendjemanden beleidigen, was für viele Kanadier einen ungeheuerlichen Fauxpas darstellen würde. Erwarten Sie also mit einem Kanadier keine leidenschaftliche Debatte über irgendein Thema. Das ist in der DNA dieses Volkes einfach nicht angelegt.  

Obwohl Kanadier auf den ersten Blick vielleicht so aussehen und so klingen mögen wie Amerikaner, so bestehen hier doch große Unterschiede. Kanadier sind ruhiger und weitaus weniger gewillt, ihre Meinung zu äußern. Das kann von Vor- und Nachteil sein. Einerseits ist es schwieriger mit uns eine tiefgründige Konversation zu führen, weil wir jeglichen Konflikt vermeiden möchten, aber andererseits ist es umso einfacher mit uns Smalltalk zu halten.  

In diesem Sinne: Hockey ist immer ein gutes Gesprächsthema!  


Respektvoller Umgang

Die bevorzugte Form der Anrede ist "Mr." oder "Ms." gefolgt von dem Nachnamen der Person. "Ms." ist heute in Kanada eine gebräuchliche Form der Anrede im geschäftsmäßigen Zusammenhang, wenn es auch in älteren Kulturen nicht so gebräuchlich ist.  ‘Sir’ wird als Anrede für einen Herren nur selten benutzt, da es als zu formal und hierarchisch empfunden wird.

Wie in anderen jungen Kulturen, z.B. Amerika und Australien, werden auch in Kanada Vornamen sowohl im geschäftsmäßigem als auch im privaten Zusammenhang selbst bei relativ frischen Bekanntschaften verwendet. Seien Sie also nicht überrascht, wenn Ihre kanadischen Gastgeber schnell zum Vornamen übergehen.  

Berufstitel haben in der kanadischen Geschäftskultur keine große Bedeutung und werden im Allgemeinen als überheblich angesehen.  

Der Austausch von Visitenkarten ist in der kanadischen Geschäftskultur allgemein üblich. Tatsächlich ist es sogar so üblich, dass es ein Kanadier als ungewöhnlich empfinden würde, sollte ihr oder sein Gegenüber nicht seine Visitenkarte anbieten.


Verschenken von Präsenten - Das richtige Präsent

Anders als in Indien oder Japan, spielt das Verschenken von Präsenten in der kanadischen Geschäftskultur keine große Rolle. Weihnachts- oder Neujahrskarten sind natürlich angebracht, besonders als ‘Dankeschön’ für die Geschäftsbeziehung im vergangenen Jahr.  

Bei zwanglosen gesellschaftlichen Events werden keine Geschenke erwartet. Tatsächlich würden die meisten Kanadier dies als eher ungewöhnlich empfinden. Dessen ungeachtet, ist es durchaus nicht unangebracht ein symbolisches Geschenk, wie einen Blumenstrauß, Schokolade oder eine Flasche Wein mitzubringen, wenn Sie jemand zu sich nach Hause zum Abendessen einlädt.  

Bei einer Einladung zum Barbecue oder Picknick bedeutet "byob", dass die Getränke selbst mitzubringen sind. Fragen Sie einfach bei einer Einladung, ob Sie etwas mitbringen sollen. Das Mitbringen eines Sechserpacks Molson oder Labatt wird auf keinen Fall als beleidigend empfunden werden.

Allgemein ist zu sagen, dass wenn Sie ein Geschenk machen, es gut ankommt, wenn Sie dabei ein speziell mit Ihrer Heimat verbundenes Produkt wählen. Seien Sie also beispielsweise nicht überrascht, wenn Ihr kanadischer Gast oder Gastgeber Ihnen eine Flasche Eiswein überreicht, denn in Kanada werden die besten Eisweine produziert. Die wohlüberlegte Auswahl ist wichtiger, als der tatsächliche Wert des Geschenks.  


Einladungen  

Wenn Sie in Kanada zum Lunch eingeladen werden bedeutet dies eine Mahlzeit um oder gegen 12:00 mittags; eine Einladung zum Supper oder Dinner bedeutet gewöhnlich eine Mahlzeit um 18:00 abends. In einigen Ländern wird das Wort "Dinner" statt Lunch benutzt, aber in Kanada werden die Begriffe Dinner oder Supper synonym zur Bezeichnung des Abendessens verwendet. Kanadier können empfindlich reagieren, sobald jemand einer Einladung nicht nachkommen kann. Sollten Sie also eine Einladung nicht annehmen können oder wollen, dann ist es der beste Weg zu sagen: ‘Thank you, but unfortunately I/we already have other plans at that time‘ also bereits bestehende andere Verpflichtungen als Entschuldigung anzubringen.  

Wenn Sie eine Einladung zum Essen annehmen, können Sie dem Gastgeber durchaus mitteilen, welche Speisen Sie nicht essen können, also dass Sie beispielsweise Vegetarier sind, oder Ihre Religion Ihnen bestimmte Speisen oder Getränke verbietet. Kanadier werden Ihre Präferenzen achten und respektieren.


Let's Make a Deal!


Was Sie vor dem Verhandeln wissen sollten

Bei der Vorstellung ist es angebracht, seine Visitenkarte zu überreichen.  

Kanadier werden von Nichtamerikanern, die nur wenig Unterschiede zwischen den beiden Völkern sehen, oft mit Amerikanern verwechselt, aber machen Sie bloß nicht diesen Fehler. Amerikaner sind weitaus bestimmter, während Kanadier generell zurückhaltender sind und Geschäftsgespräche lieber eher ruhig angehen lassen.  

Zynismus gehört zum nationalen Charakter und richtet sich gegen jeden, der seinen Wohlstand oder seine Macht offenkundig zur Schau stellt. In Kanada liebt man den ‘Underdog’.  

Kanadier mögen generell keine aggressiven Verhandlungs- oder Verkaufstechniken.  Sie schätzen eher die zurückhaltende Präsentation.

Bescheidenheit, Zurückhaltung und Nonchalance sind die charakteristischen Grundhaltungen in der kanadischen Geschäftskultur. 

Sie sollten sich also bewusst sein, dass man hier in der Business School lernt, dass das Ziel jeder Verhandlung ein beiderseitiger Gewinn ist, also ein sogenannter "Win/Win." Das passt perfekt zu der Vorstellung der Kanadier von Gleichheit und Fairness. Dieses Win/Win-Prinzip ist heute derartig angenommen, dass die bloße Idee, dass eine Seite eine Verhandlung gewinnen könnte, während die andere Seite dabei verliert, für die meisten Kanadier völlig inakzeptabel wäre.

Kanadier sind offen für neue Ideen. Generell sind sie analytische und konzeptionelle Denker. Probleme werden am Konferenztisch gelöst und Entscheidungen getroffen. Kanadier haben kein Problem mit Zeitvorgaben, Tagesordnungen und Fristen und halten diese auch gerne ein. Sie scheuen sich auch nicht vor der Konfrontation oder vor negativen Rückmeldungen, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas in Frage zu stellen ist.  

Etablierte Regeln oder Gesetze haben gewöhnlich Vorrang vor eigenen Befindlichkeiten. Bei Verhandlungen wird die Unternehmenspolitik jederzeit strikt eingehalten. Empirische Nachweise und Fakten gelten als die stichhaltigste Form des Beweises. Emotionen irgendwelcher Art werden in der Regel mit Argwohn betrachtet, besonders bei der Entscheidungsfindung. In Präsentationen und Gesprächen sind Kanadier oft empfänglich für Analogien aus der Welt des Sports.

Der Kommunikationsstil ist generell und unabhängig vom Status einer Person eher direkt und leicht informell. In kanadischen Unternehmen bestehen Hierarchien zur Klärung der Entscheidungswege und nicht weil die Rangordnung an sich einen hohen Stellenwert hätte. Diejenigen, die mit Ihnen in einem Meeting sitzen, haben in der Regel auch die Befugnis, eine Entscheidung zu treffen.

Kanadische Geschäftsleute legen eher Wert auf Profit als auf Marktanteile.  

Vermeiden Sie es, in einer geschäftlichen Verhandlung über Ihr Privatleben zu sprechen.  

Allgemein erlangt jemand, der überschwänglich mit Lob um sich wirft, hier weder Zuneigung noch Vertrauen, da sich schnell der Argwohn regt, damit solle jemand in Verlegenheit gebracht oder getäuscht werden. Außerdem werden Kanadier nicht gerne unter Druck gesetzt und verübeln höchstens den Stress, der mit hohen Erwartungen verbunden ist.  

Das Arbeitsumfeld in der kanadischen Geschäftskultur ist eher ein gemeinschaftliches. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, bespricht sich die Führungsspitze mit den Untergebenen und legt dabei großen Wert auf deren Meinung. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie nicht versuchen, diesen Prozess zu beschleunigen. Die Verhandlungen schreiten in der Regel schnell voran und Feilschen ist nicht üblich. Man geht in Kanada davon aus, dass Ihr ursprüngliches Angebot nur wenig Verhandlungsspielraum hat.  

In dieser Kultur dreht sich die größte Sorge um die Einhaltung von Terminen und das Erreichen von Resultaten. Entscheidungen jeglicher Art müssen in Einklang mit der Unternehmenspolitik getroffen werden. Das Denunzieren von Kollegen erregt Abscheu.  

Wenn Sie jemand neckt, dann nehmen Sie es gutmütig auf; entgegnen Sie freundlich und nicht kleinlich.  

Frauen werden am Arbeitsplatz nicht immer von den Männern als gleichwertig behandelt und kanadische Frauen müssen immer noch um höhere Löhne und Verantwortungspositionen kämpfen.  


Die richtige Abendgestaltung für den Geschäftserfolg

Wenn Sie in Kanada in einen Pub eingeladen werden, denken Sie bitte daran, dass es von jedem erwartet wird, eine Runde zu geben. Kommen Sie dem nicht nach, hinterlässt das einen schlechten Eindruck. Abgesehen davon sollten Sie aber auch nicht vergessen, dass in Kanada  Alkohol am Steuer streng geahndet wird. Also fahren Sie auf keinen Fall in einem angeheiterten Zustand mit Ihrem Mietwagen zurück ins Hotel, sondern nehmen Sie sich ein Taxi.

Wenn Sie kanadische Gäste zum Dinner in ein Restaurant einladen, dann achten Sie darauf, dass es eine Schankkonzession besitzt. Ihre kanadischen Gäste werden wahrscheinlich nicht erfreut sein, wenn kein Alkohol zum Essen serviert wird. Obwohl in der Regel am liebsten Wein zum Essen getrunken wird, kann auch Bier serviert werden. Meistens werden auch die Ehepartner mit zu einem geschäftlichen Abendessen eingeladen, besonders wenn der Gastgeber selbst auch verheiratet ist.

Wenn Sie von einem kanadischen Geschäftsmann eingeladen werden,  gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass er oder sie auch das Essen bezahlen wird. Sicher, der Gastgeber mag wohl ein üppiges Spesenkonto besitzen, aber die Etikette besagt, dass der Gast zumindest den Versuch unternehmen sollte, einen Teil der abendlichen Ausgaben zu bestreiten. Bei zwanglosen Zusammentreffen zahlt in Kanada normalerweise jeder seine Rechnung selbst.

Kanada ist eines der multikulturellsten Länder der Welt und die kanadische Küche reflektiert diese Vielfalt. Wenn Sie nach Kanada reisen, können Sie erwarten praktisch alle Arten von Speisen aus buchstäblich dutzenden verschiedenen Kulturen vorzufinden. In Kanadas bevölkerungsreichster Stadt, Toronto, werden Sie dutzendweise Restaurants finden, die hunderte von Nationalgerichten der verschiedensten Nationen servieren.  

Die kanadische Gastfreundschaft ist recht zwanglos, besonders wenn Sie zu jemand nach Hause zum Barbecue eingeladen werden. Bei einem BBQ wird man Sie auffordern, sich zu bedienen und ein Zögern wird bei Ihrem Gastgeber höchstens Verdruss hervorrufen – und sei es auch nur, weil er aufrichtig möchte, dass Sie sich „wie zu Hause" fühlen.  

Barbecues sind eine beliebte Form, sich zu Hause den Abend zu vertreiben. Die Gäste sind aufgefordert, sich zwanglos zu kleiden und sich lebhaft zu unterhalten. Männer und Frauen treffen sich häufig getrennt. Kommen Sie nie unangekündigt bei jemand zu Besuch vorbei, sondern rufen Sie immer vorher an.  

Trinkgelder sind bei Restaurantbesuchen und Taxifahrten üblich und in der Regel wird in Kanada ein Trinkgeld in Höhe von 10%-15% der gesamten Rechnung gegeben.  


Das richtige Verhalten in der Öffentlichkeit

In Kanada fährt man rechts und überholt links und das gilt auch für Fußgänger auf der Rolltreppe, dem Fußgängerweg oder der Straße.  

Im geschäftlichen Kontext wird einer Frau nicht von Männern zugezwinkert oder hinterher gepfiffen. Die meisten großen Unternehmen haben Richtlinien über den Schutz vor sexueller Belästigung, in denen das angemessene Verhalten geregelt ist.

Es ist höflich, auf einen Dritten zu warten, der Sie den anderen vorstellt, aber sollte dies nicht erfolgen, stellen Sie sich ruhig selbst vor. Warten Sie bei formellen Zusammentreffen darauf, an Ihren Platz geführt zu werden. Geschieht das nicht von dem Gastgeber und nehmen die anderen Gäste selbst Platz, dann tun Sie es auch. Es ist  völlig in Ordnung den Gastgeber zu fragen, ob Sie an einer bestimmten Stelle Platz nehmen sollen.

"Hey" oder "How are you?" sind übliche Formen der Anrede, die keine Antwort erfordern. Es ist nur eine andere Art der Kanadier "Hi" zu sagen. Es ist schon oft von Amerikanern bemerkt worden, dass obwohl Kanadier allgemein ein höfliches Volk sind—sogar schon fast übertrieben höflich—sie nicht unbedingt freundlich sind.  

Halten Sie immer eine Armlänge Abstand von der Person, wenn Sie sich mit einem Kanadier unterhalten, denn die Wahrung des persönlichen Freiraums ist den Kanadiern sehr wichtig. 

Im Gegensatz zu Australiern und Amerikanern halten Kanadier nicht sehr viel Augenkontakt mit ihren Gesprächspartnern. Warum das so ist? Wahrscheinlich hat auch das etwas mit dem Höflichkeitsfimmel zu tun.  

Schulterklopfen, Geschrei und Aufmerksamkeitsheischerei ist unangebracht. Kanadier sind schnell in Verlegenheit zu bringen, also auch wenn sie sich allgemein zwanglos geben, sind sie doch niemals laut. In diesem Sinne ist es für einen Kanadier auch nicht üblich, sich mit den Händen zu artikulieren. Ferner gilt es als gesellschaftlich inakzeptabel, wenn Männer sich in der Öffentlichkeit berühren, tätscheln oder umarmen. Die beste Methode, gut mit den Kanadiern auszukommen ist es, einfach äußerst höflich, zurückhaltend und bescheiden zu bleiben.  

*[Source: www.executiveplanet.com] 



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