Alpha Translations Canada Inc.
Alpha Translations Canada Inc.

Die spanische Geschäftskultur 


Termine

Geschäftszeiten sind in Spanien je nach Region und Art des Geschäfts unterschiedlich geregelt, aber die meisten Büros sind in der Regel von Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:30 oder 14:00 und dann wieder von circa 16:30 oder 17:00 bis 20:00 besetzt. Im Juli und speziell im August, wenn die meisten Spanier ihren Urlaub nehmen, können die Geschäftszeiten gekürzt werden auf 8:30 bis 14:30 von Montag bis Donnerstag und an Freitagen dann von 8:30 bis 14:00.

Banken und Regierungsbehörden sind von Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 geöffnet [Banken sind in der Regel auch an Samstagen von 9:00 bis 13:00 geöffnet] und bleiben am Nachmittag geschlossen.

Obwohl die Siesta ein wesentlicher Bestandteil der spanischen Lebensart bleibt, ist es doch längst nicht mehr so, dass ganz Spanien am Nachmittag geschlossen hat. Seit Francos Tod 1975, wurden die spanischen Arbeitszeiten 'europäisiert.' Der spanische Arbeitstag ist zwar immer noch weit ab von dem sonst üblichen 9-17 Arbeitstag, aber es wird immer mehr eingesehen, dass die früheren Eigenarten nicht mehr zu den Anforderungen und Erwartungen der modernen Geschäftswelt passen. Daher wird jetzt in der Regel eine kürzere Pause zwischen 14:00 und 16:00 [mehr oder weniger] eingelegt, wobei die größeren Geschäfte durchgehend geöffnet bleiben und um 21:00 schließen und viele Büroangestellten bis zum Abend an Ihrem Schreibtisch bleiben. Immer mehr Angestellte verlassen ihr Büro überhaupt nicht mehr zur Siesta.

Aber selbst in Madrid, Barcelona oder Valencia beginnt der Arbeitstag nicht vor 9:00. Für die meisten beginnt der Tag zunächst eher gemächlich und man bringt sich bei einer Tasse Kaffee auf den aktuellen Stand der Neuigkeiten und des Büroklatsches. Die eigentliche Arbeit beginnt nicht vor 9:30 oder 10.00, aber dafür kann sich der Arbeitstag, wenn das Abendessen einbezogen wird, bis nach Mitternacht hinziehen.

Das Mittagessen wird in der Regel zwischen 13:00 und 14:00 eingenommen und kann je nachdem aus einer schnellen, zwanglosen Mahlzeit in einem Café oder einer Kneipe bestehen oder sich aber auch mehrere Stunden lang in einem vornehmen Restaurant hinziehen. Nach der Rückkehr ins Büro bleiben die Angestellten dann dort so lange es notwendig ist und gehen in der Regel zwischen 19:00 oder 20:00 nach Hause, wobei die Führungskräfte oft auch viel länger bleiben.

Geschäftliches kann auch während der Mahlzeiten besprochen werden, aber Sie sollten bedenken, dass Spanier ihre Mahlzeiten vor allem als Geselligkeit betrachten, also sollten Sie es Ihren spanischen Gesprächspartner schon vorab wissen lassen, wenn Sie während des Essens etwas Geschäftliches besprechen möchten. Arbeitsfrühstücke sind nicht sehr populär und sollten auf keinen Fall vor 8:30 angesetzt werden. Da viele Spanier immer noch zum Mittagessen nach Hause gehen, sollten Sie auch nicht beunruhigt sein, wenn Ihre Einladung zu einem Mittagessen abgelehnt wird.

Durch die vergleichsweise untypische Struktur des spanischen Arbeitstages ist es wohl am besten, ein erstes Treffen auf den späteren Vormittag zu legen, sofern und solange Sie die speziellen Gewohnheiten Ihres Geschäftspartners nicht kennen.

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Appointment_Alert%21_-_Part_1

 

Feiertage, Urlaub und Pünktlichkeit

Sie sollten Ihre Termine immer sehr frühzeitig vereinbaren und sie kurz vor Ihrer Ankunft noch einmal per Brief, Fax oder E-Mail bestätigen.

Fällt ein gesetzlicher Feiertag [und Spanien hat mit mindestens vierzehn, zumeist nationale aber auch regionale und lokale Feiertage, die meisten Feiertage in Europa] auf einen Dienstag oder Donnerstag, nehmen viele Spanier ein langes Wochenende [hacer puente genannt].

Außerdem haben alle Städte und Dörfer wichtige jährliche Fiestas und/oder Ferias, die teilweise mehrere Tage dauern; Las Fallas sind hier vielleicht die bekanntesten, wobei Valencia in der Märzmitte für eine ganze Woche lang in einer einzigen Riesenfeier schwelgt. Es ist daher zwingend notwendig, die regionalen und örtlichen Kalender sowie die Liste der nationalen Feiertage zu studieren, bevor Sie Ihre Reise planen.

Die meisten Spanier haben im Jahr 30 bezahlte Urlaubstage und nehmen diese in der Regel im August oder um Ostern herum [speziell in der Semana Santa (Karwoche)]. Auch um die Weihnachtszeit herum sollten Sie keine Termine einplanen.

Spanien ist eines der unpünktlichsten Länder Europas. Sie selbst sollten zwar immer pünktlich sein, aber seien Sie nicht überrascht oder beunruhigt, wenn man Sie 15-30 Minuten lang warten lässt. Das ist weder unüblich noch vorsätzlich unhöflich, also bringen Sie vielleicht besser etwas Arbeit, ein Buch oder einen anderen Zeitvertreib mit, um die Wartezeit zu füllen.

Möglicherweise sind Stierkämpfe, Fußballspiele und Theateraufführungen die einzigen Dinge, die in Spanien pünktlich anfangen. Mit Sicherheit aber kann gesagt werden, dass Züge und Busse nicht wirklich viel mit den offiziell veröffentlichten Fahrplänen zu tun haben. Die schlimmsten Übeltäter sind allerdings die staatliche Bürokratie und die ehemaligen Staatsbetriebe. Verzögerungen und Verspätungen sind in Sektoren wie Energie, Versorger, Telekommunikation, Bau und tatsächlich allem, was einer offiziellen Dokumentation bedarf, an der Tagesordnung. Dieses Fortbestehen des Geistes von “Mañana” ist kein Zeichen von Arbeitsunwilligkeit oder vorsätzlicher Behinderungstaktik, aber hiermit wird der Unterschied zwischen der Dynamik des modernen privaten Sektors und den unveränderten Gewohnheiten der staatlichen Betriebe deutlich, was auch die meisten Spanier zur Weißglut treibt, die der Verwaltung größtes Misstrauen entgegenbringen.

Wenn Sie zu Ihrem Termin eingetroffen sind, geben Sie Ihre Visitenkarte am Empfang ab, damit Ihr spanischer Gesprächspartner von hier aus darüber informiert werden kann, dass Sie angekommen sind.

Feiern und andere gesellige Zusammenkünfte beginnen selten zur angekündigten Zeit und Sie sollten besser nachfragen, zu welcher Zeit Sie denn wirklich erwartet werden, was vermutlich 15-30 Minuten nach der 'offiziellen' Zeit sein wird.

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Appointment_Alert%21_-_Part_2

 

Geschäftliche Kleiderordnung

Spanier legen großen Wert auf Kleidung und sehen Ihr Erscheinungsbild als einen Hinweis auf Ihren beruflichen Erfolg und Ihre entsprechende gesellschaftliche Stellung.

Es ist wichtig, sich “con elegancia” zu kleiden, was qualitativ hochwertige, konservative Kleidung in relativ dezenten Farben bedeutet. Männer sollten dunkle Anzüge aus Wolle oder Leinen tragen und dazu Seidenkrawatten und weiße Baumwollhemden und Frauen sollten gut-geschnittene Kostüme [oder auch Hosenanzüge] oder Business-Kleider aus hochwertigem Material tragen. Designer- und Markenkleidung kommt stets gut an.

Die reisende Geschäftsfrau sollte sich mit äußerster Bescheidenheit kleiden, da spanische Frauen nicht durch Körperbetonung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollten und ihre Fraulichkeit eher durch ihre makellose Kleidung und Frisur betonen.

Natürlich spielt das Wetter eine entscheidende Rolle bei der Kleiderfrage. Da die Temperaturen im Hochsommer auf bis zu 40ºC im Schatten ansteigen, wird es zunehmend vertretbarer, einen leichten Anzug zu tragen und außerhalb des gekühlten Büros die Krawatte zu lockern und die Jacke über der Schulter zu tragen.

Wie immer folgen Sie am besten dem Beispiel Ihres spanischen Geschäftspartners und denken Sie daran, dass ein „smartes“ Äußeres zwar „cool' ist, es aber auch „smart“ ist, im buchstäblichen Sinne des Wortes „cool“ auszusehen.

Andererseits sollte man nicht vergessen, dass es im Januar und Februar in der zentralen Menseta und den umliegenden Gebirgszügen sehr kalt sein kann und selbst im Hochsommer ungemütlich ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen beispielsweise der Hitze Madrids und der kalten Luft von El Escorial in den angrenzenden Gebirgsausläufern der Sierra de Guadarrama nordwestlich der Hauptstadt herrschen können.

In der Freizeit sollten Sie bedenken, dass in der Öffentlichkeit kurze Hosen eigentlich nicht vertretbar sind und dass es nicht nur eine strikte Kleiderordnung für den Zutritt zu einer Kirche gibt, sondern diese auch strikt umgesetzt wird [d.h. weder Mann noch Frau sollten übermäßig viel nackte Haut zeigen] und dass die Spitzenrestaurants selbst im Juli-August zumindest einmal 'Sportlich- elegante' Kleidung erwarten.

'Sportlich-elegant' heißt übrigens keine ungebügelten T-Shirts, billige Jeans und Turnschuhe/Sneakers.

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Business_Dress

 

Die richtige Anrede

Als Richtschnur gilt, dass der Gebrauch von Vornamen nur für Familienmitglieder, enge Freunde und Kinder vorbehalten bleibt.

Es ist immer richtig, die grundlegenden Höflichkeitstitel - Señor [Herr], Señora [Frau], Señorita [Fräulein] – dem Nachnamen voranzustellen. Außerdem ist es empfehlenswert, etwaige Titel, wie z.B. Professor dem Nachnamen voranzustellen, sofern der Angesprochene denn einen Titel trägt; allerdings werden Berufs- und/oder akademische Titel normalerweise nicht bei der Anrede von spanischen Führungskräften benutzt.

Die alten Höflichkeitstitel Don und Doña vor dem Vornamen zu benutzen, um einer älteren oder hochgestellten Person Respekt zu bezeugen, wenn man diese anspricht, oder über sie spricht, wird im modernen Spanien zunehmend ungebräuchlicher; sie werden noch bei vollen Namen in offiziellen Dokumenten und Verträgen benutzt oder in formeller Korrespondenz und dann in Kombination mit Sr, Sra oder Srta. Benutzt man diese Anredeform heutzutage in der gesprochenen Sprache, erscheint das eher sarkastisch oder spöttisch.

Spanier haben zwei Nachnamen [apellidos] – den ersten Nachnamen des Vaters und den ersten Nachnamen der Mutter – und Sie sollten immer darauf achten, beide zu benutzen, sofern und solange nicht klar ist, dass Ihr Gesprächspartner nur einen Nachnamen benutzt; das gilt auch für zusammengesetzte Namen, wie José-María.

Gleichermaßen sollten Sie bei dem formellen “usted” bleiben, wenn Sie einen Spanier auf Spanisch ansprechen, sofern und solange Sie nicht dazu aufgefordert wurden, zu dem informelleren „tú“ überzugehen.

Sie werden jedoch feststellen, dass vor allem die jüngeren Spanier zumindest bei Gleichrangigen immer häufiger gleich zu Beginn einer Geschäftsbeziehung die Vornamen und “tú“ benutzen und „usted“ nur für die Anrede höhergestellter oder älterer Personen (bei älteren ungeachtet, welche Position diese im Unternehmen innehaben) verwenden [verwirrenderweise jedoch auch für Dienstpersonal]. Dies trifft insbesondere auf den Süden zu, wo man eher ein wenig informeller ist und schneller zu einer eher familiären Beziehung übergeht.

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_First_Name_or_Title%3F

 

Auswahl und Verschenken geeigneter Geschäftspräsente

In Spanien ist es Tradition, dass Unternehmen ihren Angestellten zu Weihnachten einen Geschenkkorb mit Lebensmitteln und Getränken überreichen [Familien und Freunde tauschen am Dreikönigstag (6 Januar) Geschenke aus].

In der alltäglichen spanischen Geschäftskultur werden Präsente allerdings in der Regel nur zum Abschluss erfolgreicher Verhandlungen überreicht.

Wenn Ihnen ein Geschenk überreicht wird, sollten Sie es unverzüglich und in Gegenwart des Schenkenden öffnen.

Wenn Sie ein Geschenk machen, achten Sie darauf, dass es ein qualitativ hochwertiger Gegenstand ist [etwa ein Markenartikel] und dass es schön eingepackt ist; es sollte nur dann Ihren Firmennamen tragen, wenn es sich dabei um einen hochwertigen Stift oder geschmackvolles Schreibtischaccessoire handelt.

Ihr Geschenk sollte nicht allzu extravagant ausfallen, da Ihre Großzügigkeit ansonsten als Bestechungsversuch angesehen werden könnte.

Wenn Sie sich schon vorher darauf vorbereiten können, sind repräsentative Artefakte oder Bildbände aus Ihrer Region für gewöhnlich gern gesehene Geschenke. Für die Kinder Ihrer Geschäftspartner sind T-Shirts und Kappen von Universitäten oder Sportmannschaften eine gute Wahl.

Wenn Sie sich nicht vorher vorbereiten können, wird ein guter Weinbrand oder Whisky immer gern gesehen.

Wenn Sie zu einem Spanier nach Hause eingeladen werden, sollten Sie Schokolade, Süßspeisen, beispielsweise Gebäck, oder Blumen mitbringen [aber keine Dahlien, Chrysanthemen, weißen Lilien oder roten Rosen und immer in ungerader Zahl aber nicht dreizehn].

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Gift_Giving

 

Erfolgreiche Verhandlungen

Besucher werden feststellen, dass es in Spanien zwei verschiedene Geschäftskulturen gibt. Einerseits gibt es die größeren und neueren, bzw. reformierten Branchen, in die beträchtliche Beträge ausländischer Investitionen geflossen sind und die moderne, internationale Managementmethoden übernommen haben. Andererseits gibt es die traditionellen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Familienbetriebe, die den Großteil des spanischen Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften. Die führenden Banken, die immer noch die Wirtschaftselite darstellen, sind dabei irgendwo in der Mitte angesiedelt.

Erstgenannte legen großen Wert auf eine dezentralisierte Organisation, zielgerichtete Teamarbeit, fachliche Spezialisierung und richten ihr Augenmerk auf Leistungsqualität und sind dabei nicht von anderen multinationalen Unternehmen zu unterscheiden. Allerdings bestehen diese an der Seite einer überwiegenden Mehrheit von Unternehmen, in denen man das Team als einen unwissenschaftlichen Gemeinschaftsbetrieb innerhalb einer sozialen Hierarchie bezeichnen könnte, die von einem gütigen Alleinherrscher geführt wird. Wenn sich auch viele Aspekte des spanischen Charakters und der spanischen Geschäftskultur nicht in diese grobe Unterteilung eingrenzen lassen, folgt hier doch in erster Linie ein Leitfaden zur letztgenannten Kategorie, die immer noch der Tendenz hin zu einer europäischen und globalen Einheitlichkeit trotzt.

Visitenkarten sollten idealerweise auf der einen Seite in englischer Sprache und auf der anderen Seite in spanischer Sprache bedruckt sein; überreichen Sie Ihre Visitenkarte mit der spanischen Seite nach oben.

Es ist auch empfehlenswert, möglichst viele Broschüren und sonstige Literatur über Ihr Unternehmen zu verteilen und es ist hilfreich, Muster Ihrer Produkte und/oder Beispiele Ihrer Leistungen mitzubringen.

Persönliche Kontakte und Beziehungen sind für Ihren Geschäftserfolg in Spanien unbedingt erforderlich.

Sie sollten Ihre spanischen Repräsentanten mit äußerster Sorgfalt auswählen, denn wenn Sie einmal jemanden eingesetzt haben, kann es ausgesprochen schwierig werden, die Kundenloyalität auf eine andere Person umzuleiten.

Hierarchie und Stellung spielen in der spanischen Kultur eine wichtige Rolle. So würde es beispielsweise nicht gerne gesehen, wenn sie viel Zeit und Aufmerksamkeit auf jemanden verwenden, der von niedrigerem Stand ist als Sie. Es liegt daher in Ihrem besten Interesse, sich hauptsächlich auf 'Ihresgleichen' zu konzentrieren und die Beziehungen zu den Schlüsselfiguren im Entscheidungsfindungsprozess sorgfältig zu pflegen.

In dieser hierarchisch ausgerichteten Geschäftskultur hat nur der Chef [allgemein bekannt als „el jefe“] Entscheidungsbefugnis. Die Untergeordneten haben im Allgemeinen die Autorität zu respektieren, Anweisungen zu befolgen und Probleme so zu handhaben, dass sie nicht die Aufmerksamkeit der Vorgesetzten erregen. Spanier arbeiten größtenteils zwar gut im Team und der Chef sieht sich selbst auch als Team Player, aber Management-Entscheidungen werden immer noch hinter verschlossenen Türen getroffen.

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Let%27s_Make_a_Deal%21_-_Part_1

 

Weitere hilfreiche Tipps

Beachten Sie, dass das Zeichen für 'OK', so wie es in Nordamerika benutzt wird [d.h. mit Zeigefinger und Daumen einen Kreis zu bilden] in Spanien als vulgär gilt.

Wenn Sie jemanden herbeirufen möchten [z.B. einen Kellner], halten Sie die Handfläche nach innen und winken Sie mit den Fingern oder mit der ganzen Hand.

Im Vergleich zu England, wo das Schlange stehen als hochheiliges Ritual bezeichnet werden kann und zu Nordamerika, wo Warteschlangen gleichfalls respektiert werden, braucht man in Spanien doch schon häufig ein sehr viel größeres Maß an Durchsetzungskraft, um sich in Geschäften, Bars, Regierungsbehörden, usw. Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Spanier leiten ihr Nationalgefühl eher aus ihrer jeweiligen Region als aus dem Land als Ganzes ab und daher sollten Sie mit Feingefühl auf die regionalen Unterschiede achten und schlechtinformierte Äußerungen über die Herkunftsregion eines Spaniers vermeiden. Spanien gliedert sich in siebzehn autonome Regionen, wovon jede ein unterschiedliches Maß an Unabhängigkeit von Madrid genießt und jede Region ihre individuellen Charakteristika besitzt; Sie sollten diese unterschiedlichen regionalen Empfindungen und Verhaltensweisen respektieren ohne sich dabei von Stereotypen oder Klischees beeinflussen zu lassen.

Spanien ist ein zutiefst traditionelles Land und dieser grundlegende Konservatismus wird insbesondere in Bezug auf Religion und die Stellung der Frau deutlich.

Obwohl die Zahl der Kirchenbesucher abnimmt und es zunehmend schwierig wird, Anwärter auf das Priesteramt zu finden, ist Spanien immer noch ein hochreligiöses Land -- circa 94% der Gesamtbevölkerung von 40 Millionen Menschen sind römisch-katholisch – und viele Menschen werden sich beleidigt fühlen, sollten Sie den Namen des Herrn missbrauchen. [Es ist eigentlich generell anzuraten, in Anwesenheit anderer Personen überhaupt nicht zu fluchen.] Wenn Sie eine Kirche besuchen, achten Sie darauf, sich mit gebührendem Respekt zu verhalten und zu kleiden.

Die Emanzipation der Frau ist seit dem Tod Francos stark vorangeschritten. Während die Frauen in der Vergangenheit kaum etwas ohne die Erlaubnis ihres Ehemanns tun durften, gibt es heutzutage sehr viel mehr berufstätige und unabhängige Frauen, aber die traditionellen Geschlechterrollen sind immer noch sehr stark ausgeprägt [insbesondere im Süden und unter den älteren Männern in ganz Spanien]. Von Frauen wird immer noch erwartet, dass sie sich um den Haushalt und um die Kinder kümmern und obwohl spanische Männer in Gegenwart einer Frau sehr charmant sein können, sind sie wohl für manche Geschmäcker etwas zu draufgängerisch dabei.

Ausländische Frauen [insbesondere blonde Frauen] üben immer noch eine besondere Faszination auf die ältere Generation aus und obwohl das Nachpfeifen heutzutage als unhöflich angesehen wird, sollte jede attraktive Frau darauf vorbereitet sein, dass sich die Männerwelt nach ihr umdreht und sie bewundernd anstarrt. Am besten reagiert man mit einem Lächeln und ignoriert ansonsten diese ungewollte Aufmerksamkeit.

Der Bedienungszuschlag ist in Spanien per Gesetz schon in der Restaurant- oder Hotelrechnung enthalten. Es ist jedoch üblich, in Cafés oder Bars den Betrag aufzurunden und ein kleines Trinkgeld zu hinterlassen. Außergewöhnlich guten Service können Sie mit einem zusätzlichen Trinkgeld in Höhe von 5% honorieren.

Alle Taxis sind mit einem Taxameter ausgestattet und in der Regel werden Fixpreise für Fahrten vom Flughafen zum Stadtzentrum angegeben. Hier sollte man ein Trinkgeld in Höhe von 10% geben.

[Übrigens kann das Autofahren in Spanien für den eher gemächlichen Ausländer ein riskantes und nervenaufreibendes Abenteuer werden; man hält sich hier zwar im Allgemeinen an die Verkehrsregeln, aber speziell in den Stadtzentren können die Verkehrsdichte und das Tempo befremdlich sein für denjenigen, der immer noch Schwierigkeiten hat, sich an den ansonsten recht behäbigen Rhythmus des spanischen Lebens zu gewöhnen].

Es gibt nicht viele öffentliche Toiletten, aber es ist vollkommen in Ordnung, die Toiletten eines Cafés oder einer Bar zu benutzen, auch wenn man dort kein Gast ist. Die Herren sollten Ausschau nach der Tür mit der Aufschrift „Caballeros“ halten und die Frauen nach „Señoras“. Wenn Sie danach fragen müssen lautet die Frage: ¿[dónde están] los servicios, por favor? [woraufhin Sie wahrscheinlich ein mürrisches Winken in die gewünschte Richtung als Antwort erhalten].

Quelle:
http://executiveplanet.com/index.php?title=Spain:_Public_Behaviour_-_Part_2



Return to Free Essential Business Culture Guides

 

 

Did you know...?

 

• Alpha Translations Canada Inc. works for 30 of the world's top 50 law firms!

 

 

• Michèle Hecken, President and CEO of Alpha Translations Canada Inc. started as a translator 15 years ago!

 

 

• the first client Michèle Hecken won 15 years ago is still a client of Alpha Translations Canada Inc. today!

 

 

• Alpha Translations Canada Inc. has framework agreements with many fortune 500 companies!